Rad

Das Fahrrad ist anerkanntermaßen insbesondere im Nahbereich ein sehr ökologisches, wirtschaftliches und effizientes Verkehrsmittel. Gerade hier liegt ein hohes Potential für die Vermeidung und Verringerung von Kfz-Verkehr.

Welche Mängel und Defizite sehen Sie in Bezug auf den Radverkehr in Buchholz und den Ortsteilen, mit welchen Mitteln und Maßnahmen kann die Situation verbessert werden, z.B. in Bezug auf

  • Zustand der Radwege;
  • ein ausreichendes und attraktives Radwegenetz;
  • Abstellmöglichkeiten für Fahrräder zwecks Übergang auf den ÖPNV;
  • fahrradgerechte Ampelschaltungen;
  • sonstige Kritik, Anregungen und Ideen?

Zusammenfassungen:

30 Gedanken zu „Rad

  1. Wenn man als Radfahrer in Buchholz die Gefahrpunkte und Autoverkehrsreichen Straßen meiden will, kommt man unweigerlich auf viele „Schleichwege“, die zwischen Häuserzeilen und Wohngebieten hindurchführen, autofrei sind und häufig auch eine Abkürzung ergeben. Neben weniger Abgas- und Lärmbelastung haben sie auch einen gewissem „Erholungswert“. Hilfreich für die Planung der Mobilität per Fahrrad wäre eine Kartierung dieser „Schleiwege“.
    Die Herausgabe einer Fahrradkarte: “ Schleichwege in und um Buchholz“ könnte das Radfahren reiztvoller machen.

  2. Die Radverkehrsführung von der Innenstadt zum Schulzentrum Kattenberg weist meiner Meinung nach etliche Schwachstellen auf.

    1. Engpässe bei Radweg-Gehweg-Doppelnutzung von der Kreuzung Bremer Str./Neue Straße bis zu Eisen Druse und vom Kino bis zur Einmündung der Königsberger Str.

    2. starke Gefälle und Steigungen mit vielen Aus- und Einfahrtsquerungen

    3. Seitenwechsel an Kreuzung Bremer Str./Seppenser Mühlenweg, ab dort stadtauswärts nur linksseitige Radwegführung, d.h. Radweg-Gehweg Nutzung in beide Richtungen.

    Um die unbefriedigende Situation auf dem vielfrequentierten Schulweg zu entschärfen könnte ich mir folgende Alternativen vorstellen:
    1. Radweg vom Sprötzer Weg (Fernmeldedienst) an der Lärmschutzwand und der Bahnlinie entlang über den Mühlentunnel (alt oder neu?!) bis zum Kabenhof.
    Vorteile: kaum Steigungen und Gefälle, Entlastung der Bremer Straße vom Schüler-Radverkehr. Zubringer zum touristischen Radweg auf dem alten Bremervörder Bahndamm Richtung Sprötze, Kakensdorf, Bötersheim.

    2. Alternativ könnte auch eine „Fahrradstraße“ vom Kattenberg über den Grenzweg parallel zur Bremer Straße den Abschnitt von den Mühlenwegen bis zum Kattenberg entlasten.

    • Moin,
      zu Punkt 1:
      Du kannst doch vom Kino kommend auch die Bremer Straße benutzen.
      Es gibt nach meinem Kenntnisstand dort kein blaues Schild.
      Von EisenDruse bis zur Kreuzung kannst du auch auf der Strasse fahren.
      Dort definitiv!

      Ich freue mich schon auf die runden Tische(ÖPNV und Rad interessieren mich schon).
      Aber ob dort nach den Lösungsmöglichkeiten auch die Umsetzungen in die Wirklichkeit geschehen?

  3. Zwischen Suerhop und Sprötze fehlt ein beleuchteter Fahrradweg. Zum Schulbeginn in der Grundschule Sprötze und dem Schlzentrum II am Kattenberge kommt es zwischen Sprötze und Suerhop zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen. Schulkinder müssen sich dann mit Autofahrern die Straße teilen und auf den unbefestigten Randstreifen ausweichen. Ein sicherer Schulweg sieht anders aus. Ich schlage vor, die Straße etwas zu verbreitern und Radfahrmarkierungen aufzubringen. Außerdem sollte die Beleuchtung über Sprötze hinaus bis nach Suerhop fortgeführt werden, um die Sicherheit für Fahrradfahrer zu erhöhen.

  4. Da ich auch häufig mit dem Fahrrad unterwegs bin, werde ich auch häufig auf den straßenbegleitenden Radwegen von Radfahrern ausgebremst, die den Radweg entgegen der Straßenverkehrsordnung in falscher Fahrtrichtung nutzen. Als „Richtigfahrer“ hat man dann zwei Möglichkeiten. Nämlich man behält stur seine Fahrspur bei und zwingt den Entgegenkommer zum Ausweichen oder man weicht selbst nach rechts auf den Fußweg aus und gefährdet im schlimmsten Falle die Fußgänger oder man wird so ausgebremst, dass eine Mobilität nur eingeschränkt möglich ist. An Tagen der Müllabfuhr sind Rad und Fußwege regelmäßig zugestellt. Warum können die Mülltonnen nicht am Rand des Fußweges zur bzw. nach der Leerung abgestellt werden?

  5. Ich stelle fest, dass Fußgänger und Radfahrer in den Fußgängerzonen nicht genügend geschützt sind. Die Fußgängerzone am Kabenhof wird immer (Schwerpunkt aber bei Zugankünften aus Hamburg am Nachmittag) von Autos befahren. Auch die neue Fußgängerzone südlich der Buchholz-Galerie steht am Samstag immer voller Autos. Vom Befahren der Fußgängerzone im Bereich Adolfstraße/Breite Straße/Kirchenstraße will ich gar nicht reden.

  6. Sicherlich ist schon vieles Zutreffende über den derzeitigen Zustand des Buchholzer Radwegenetzes gesagt worden. Auf die Gefahr der Wiederholung sei angemerkt: würde man den Zustand von manch‘ holperigem Radweg auf Autostraßen übertragen, hätten die Buchholzer Autofahrer schon längst die Revolution ausgerufen…

    Ärgerlich sind z.B. die schlechten, kantenreichen Übergänge an Straßenabzweigungen oder Einfahrten entlang der Fahrradwege Steinbecker Straße oder der Bremer Straße. Sie lassen eine zügige Bergabfahrt kaum zu und stellen ein Gefahrenpotential für alle Verkehrsbeteiligten (Fußgänger, Ab- und Einbieger, bergauf entgegenkommende Radfahrer ) dar. Die Krux liegt darin, dass Radfahrer von der Straße auf einen als Radweg ungeeigneten Gehweg verbannt werden.

    Eng geht es in beiden Richtungen auf der Bremer Straße zwischen dem Kinocenter und Eisen-Druse zu. Hier teilt sich der Radler stadtauswärts den engen Radweg mit Fußgängern, die nicht am Kino vorbeigehen wollen und im weiteren Verlauf mit Fahrgästen des Buchholz Busses (Haltestation) und mit aus parkenden Autos spontan aussteigenden Personen. Auf der anderen Straßenseite kommt es zwischen Eisen-Druse und einem Steaklokal zu einem gefährlichen Engpass auf dem Mehrzweck-Gehsteig. Auch entlang der Hamburger Straße geht es in manchen Abschnitten nicht gerade üppig zu: Radler, Fußgänger und Aussteiger (leider nur die aus parkenden Autos J) kommen sich zwischen dem Cycle-Team und ‚Schulweg‘ gerne mal in’s Gehege. Motto: der Postkutschentunnel ist überall.

    Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass Radler, die sich nicht auf der Straße bedrängen lassen wollen und auch den Bürgersteig als zu riskant empfinden, ihr Rad zuhause stehen lassen.

    Ein ‚Miteinander‘ muss bedeuten, dass ein Radfahrer sich auf der Straße gleichberechtigt und unbedrängt fortbewegen kann, ohne dass seine Art der Straßennutzung von Kraftfahrern infrage gestellt wird – und umgekehrt. Dieses kann nur erreicht werden, wenn die jahrzehntealte Wegorganisation des Rades von der Straße überwunden wird.

    (Insofern war die Rückführung des Radverkehrs auf die Straße am Steinbecker Mühlenweg grundsätzlich der richtige Schritt, wenn auch mit den wenigen sparsamen Fahrbahnmarkierungen sehr bürgerlich umgesetzt. Die Radfahrer sollten unter Beachtung der StVO und des eigenen Sicherheitsgefühls diese Maßnahme als Chance begreifen und die Straße wann immer möglich selbstbewusst nutzen.)

    Ein Benchmarking mit richtigen Rad-freundlichen Städten wie Münster, Freiburg i.Br. oder holländischen u. dänischen Kommunen wäre nützlich um Anregungen für die Gestaltung des Auto/Rad-Miteinanders zu erlangen. Gegen die Buchholzer Topographie und manchmal nasses Wetter kann natürlich kein Radwegeplan etwas ausrichten. Falls das Rad nicht genutzt werden kann:

    • Mitnahmemöglichkeit für das Rad im/am Stadtbus.
    • Eine Transportmöglichkeit für Großeinkäufe wie etwa ein bedarfsgerecht zu orderndes Bürgertaxi ‚on call‘
    • e-Bike Ladestationen (e-bikes werden immer beliebter und helfen älteren Radlern, mit den “Buchholzer Bergen” klarzukommen) – Wieviele E-Räder kann das Solarpannel am Kabenhof wohl aufladen?
    • ..

    Vielleicht entdecken die Händler in der City den Kundenservice wieder, indem sie Radlern den kostenneutralen Heimlieferservice der Einkäufe anbieten – vielleicht ebenfalls mit dem Last-Rad angeliefert, von jugendlichen Hilfskräften, die durch derartige Kurierfahrten ihr Taschengeld aufbessern und Verantwortlichkeit lernen?!? (also eine visionäre Win-Win-Win-Situation). Geschäftstüchtigkeit kann man natürlich nicht verordnen.

  7. Im Rahmen des Mobilitätskonzepts möchte ich gerne zur Situation der Radfahrer in Buchholz Stellung beziehen.
    Leider muss ich feststellen, dass die Situation der Radfahrer katastrophal schlecht ist. Es gibt im Prinzip keine vernünftigen Fahrradwege. Oft müssen sich Radfahrer mit Fußgängern einen viel zu enge Fußweg teilen ( Bremer Straße , Steinbeker Straße). Nur am Steinbecker Mühlenweg möchte die Stadt die Radfahrer auf der Straße haben. An der Bremer Strahe würde wohl keiner die Idee haben, die Radfahrer auf die Straße zu führen, das würde ja den Autoverkehr massiv behindern und die Radfahrer würden mit ihrem Leben spielen. Der Fußweg dort ist aber viel zu schmal um Radfahre und Fußgänger aufzunehemen. Würde ein Radfahrer, z.B, Kinder dort fallen, würde er wohl direkt auf die Straße fallen und zwar direkt vor den reichlich vorhandenen Schwerlastverkehr. Warum wird an der Bremer Straße eigentlich nie geblitzt? Alle Autofahrer fahren dort zu schnell und das ist gefährlich, weil es steil bergab geht und sehr kurvenreich ist.
    Es sollte dort paralell zur Bahn entweder einen vernünftigen Radweg geben oder aber die Bremer Straße sollte an der Bahn langgeführt werden.
    Alternativ würde eine Einbahnstraßenführung im Kreis um den Innenstadtkern oder aber mindestens ein Tempolimt Abhilfe schaffen Abstellbügel für Fahrradfahrer macht noch keine fahrradfreundliche Stadt aus, auch wenn Buchholz das gerne hätte.

  8. Für den Radverkehr sollte man Fahrradstationen analog zum StadtRAD in Hamburg einführen. Stellt man das eigene Rad z.B. am Bahnhof ab, muss man damit rechnen, dass es gestohlen wird. Ist eine Fahrradstation vorhanden, so kann man sich immer sicher sein, dass ein Fahrrad da ist. Dies ist vor allem schön, wenn man mit dem Zug aus Hamburg von der Arbeit kommt und nach Hause z.B. in die Märchensiedlung fahren möchte. Zudem bietet das Stadtrad „Touristen“ die Möglichkeit mit der Bahn nach Buchholz anzureisen und dann auf umweltfreundlichem und verkehrsentlastendem Weg z.B. das Buchholzer Schwimmbad, den Kletterturm oder Möbel Kraft zu besuchen.

    Zudem spart das Konzept auch verschließbare Abstellmöglichkeiten und damit Platz ein, da mehrere Personen das gleiche Fahrrad nutzen können.

  9. Der allgemeine Zustand der Radwege ist mehr als nur dürftig und macht das Radeln nicht zum Vergnügen. Aber 2, ich will mal sagen „vorsätzliche“ Schikanen, werden auch auf guten Wegen eingebaut:
    1. Warum muss jedes Grundstück mindestens eine Fahrbahnabsenkung erhalten? Auf einem Teilstück der Hamburger Straße wird doch gezeigt, dass es auch anders geht.
    2. Warum muss bei jeder Einmündung der Fahrbahnübergang mit einem ca. 2cm hohen Absatz versehen werden, der sogar mit vollgeferdertem Rad spürbar ist. Mit den 20.000 € Preisgeld für die Auszeichnung als „fahrradfreundliche Kommune“ ließen sich diese Hindernisse leicht beseitigen.

  10. Rad fahren in einer Fußgängerzone, für viele Einkaufsbummler ein Ärgernis.
    Da wird die Fußgängerzone leicht zu einem Hindernisparcours.
    Als Fußgänger, besonders als Älterer oder Gehandicapter, fühlt man sich beim Stadtbummel schnell durch Radfahrer bedrängt oder gar gefährdet.
    Fußgängerzonen sind, wie der Name erahnen lässt, grundsätzlich nicht für den Fahrzeugverkehr geöffnet, also auch nicht für Radfahrer! Natürlich müssen oftmals für den Lieferverkehr und die Marktbeschicker Ausnahmen gemacht werden. Das ist auch sinnvoll.
    Mit der Wiederentdeckung des Fahrrades als relativ klimaschonendes Fortbewegungsmittel, wurden auch auch für den Radverkehr, durch das Anbringen von Zusatzschildern, Ausnahmen gemacht. Ob das nun sinnvoll ist, liegt im Auge des Betrachters.
    Aber einige der Radfahrer haben ein „ordentliches“ Tempo drauf und fahren nur knapp an einem vorbei. Sicher sind es immer Einzelne, die mit
    Ausnahmeregelungen nicht umgehen können oder denen gar nicht bewusst ist, dass Fußgänger im Fußgängerbereich immer absoluten absoluten Vorrang haben!
    Aber diese ungeübten oder ignoranten Verkehrsteilnehmer bleiben einem im Gedächtnis.
    Radfahrer dürfen ebenso wie der Lieferverkehr nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren und Fußgänger weder behindern noch gefährden!
    Die Rechtslage entspricht der Zulassung von Radverkehr auf Gehwegen.
    Da muss man doch zu dem Schluss gelangen, dass es logisch wäre, das Rad in Fußgängerzonen mit Schrittgeschwindigkeit zu schieben, als darauf sitzend mit Schrittgeschwindigkeit leidlich fahrend, versuchen nicht zu stürzen. Das es keine Probleme gibt ein Fahrrad in einer Fußgängerzone zu schieben, kann jeder recht gut an den Markttagen beobachten. Dann sollte es doch auch an den anderen Tagen funktionieren?
    Das Verbot des Radfahrens in der Fußgängerzone hätte auch noch einen erfreulichen Nebenaspekt für die Stadt Buchholz:“ Radfahrer, die verbotswidrig durch eine Fußgängerzone fahren, können keinen Anspruch auf Schmerzensgeld gegenüber der Kommune geltend machen, wenn sie über Betonpoller etc. stürzen. Denn sie müssen stets mit Hindernissen rechnen und ihre Geschwindigkeit insoweit anpassen, dass jederzeit die Möglichkeit zum Anhalten besteht (OLG Thüringen, Urteil v. 30.10.2001, Az.: 3 U 559/01)“.

  11. Der Konflikt zwischen subjektiv gefühlter und objektiv messbarer Sicherheit?

    Laut ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.) beweist ein Blick in die Unfallstatistik, dass auf der Straße markierte Radfahrstreifen objektiv erheblich sicherer sind als separat geführte Radwege.
    Stationäre Hindernisse wie Mülltonnen, gelbe Säcke und Kundenstopper, Ampelmasten, aber auch Kraftfahrzeuge stören beim Fahren auf dem Radweg und zwingen immer wieder zu rechtswidrigen Ausweichmanövern auf den Gehweg.
    Viel problematischer und unfallträchtiger sind die Konflikte, wie hier im Forum auch schon angesprochen, an Kreuzungen sowie an Ein/Ausfahrten, z.B. bei großen Discountern.
    Wer als Radfahrer dort auf dem Radweg fährt, muss damit rechnen, nicht gesehen und daher ggf. angefahren zu werden.

    Nicht damit rechnen, gesehen zu werden!
    Ein bekanntes Problem ist, dass die Vielzahl der Radfahrer sich nicht als „vollwertigen“ Verkehrsteilnehmer mit Rechten aber auch Pflichten sieht, sondern einfach als bevorrechtigten, dem KFZ-Verkehr übergeordneten, den sogenannten schwächeren Verkehrsteilnehmer. Hier ist der Ansatz für eine Harmonisierung des Verkehrs zu suchen!
    Wie im Wort enthalten, will ich als Radfahrer am Verkehr teilnehmen. Aber dazu muss ich genauso wie der Autofahrer die Spielregeln kennen! Leider werden diese nur beim Autofahrer geprüft. Neben einer oft mangelhaften Kenntnis der Verkehrsregeln, ist bei einigen Radfahren auch noch das Unvermögen des
    vorausschauenden Fahrens zu erkennen. Sonst wäre mir als Radfahrer bewusst, dass ich eine schmale Silhouette habe, an Ein/Ausfahrten mitdenken muss, meine Geschwindigkeit ggf. falsch eingeschätzt werden kann, u.v.m. . Selbst ein langsamer Radfahrer ist noch doppelt so schnell als ein Fußgänger! Diese Problematik wird durch E-Bikes/Pedelac´s noch verstärkt werden.
    Hinzu kommt noch, das Eltern teilweise nicht die entsprechende Sorgfaltspflicht an den Tag legen, Beleuchtung und Bremsen bei ihren Kindern regelmäßig zu überprüfen. Oft geschieht das ja nicht einmal beim eigenen Rad. Warum sieht man Jugendliche mit in-ear Kopfhörern auf dem Rad? Werden sie nicht von ihren Eltern nicht zu einer sicheren Verkehrsteilnahme erzogen oder ist es solchen Eltern egal?

    Empfehlung der Radclubs: Radfahrer sollten möglichst auf der Straße fahren!

    Radfahrer werden auf der Straße erheblich besser gesehen als auf dem Radweg!
    Obgleich sie sich bei abbiegenden Kraftfahrzeugen im toten Winkel befinden können (auch hier ist Mitdenken und vorausschauende Fahrweise des Radfahrers gefordert), von plötzlich geöffneten Autotüren gefährdet werden, insbesondere dann, wenn sich zwischen Radstreifen und Parkstreifen kein Sicherheitsstreifen befindet, ist der Radfahrstreifen oder Schutzstreifen objektiv sicherer als Radweg, da viele Konfliktpunkte entfallen. Dies wird sowohl durch repräsentative Untersuchungen, als auch durch die Unfallstatistik belegt. Bislang ändert das leider nichts daran, dass sich viele Radfahrer auf einem Radweg subjektiv sicherer fühlen als auf dem Radfahrstreifen oder Schutzstreifen.
    Die Straßenverkehrsordnung (StVO) nebst ihren Verwaltungsvorschriften regelt daher, m.E. völlig zu Recht, dass nur in Ausnahmefällen die Anordnung von
    benutzungspflichtigen Radwegen erfolgen darf.

    Mein Fazit:
    Der Regelfall muss das Benutzen der Fahrbahn sein. Anstatt in immer luxuriöser ausgebaute innerstädtische Radwege zu investieren, sollte der Radverkehr wieder auf die Straße geführt werden, was bei den geforderten innerstädtischen Kreisverkehren auch ein zusätzlicher Sicherheitsaspekt wäre. Toleranz und Regelkenntnis werden den Verkehr in einer Stadt harmonisieren und dadurch vielleicht sogar ein bisschen entschleunigen.
    Von Kindern bis acht Jahre, die selbst bei vorhandenem Radweg den Gehweg benutzen müssen, rede ich hier natürlich nicht!

  12. Die wünschenswerte Erhöhung des Rad- am Gesamtverkehr lässt sich sicherlich am ehesten mit einem ganzheitlichen Konzept für den Ausbau des Radwegenetzes erreichen. Gibt es dieses, und wenn ja – warum scheint der Politik nicht genügend daran zu liegen, ein solches umzusetzen? Einige Verkehrsachsen – z.B. die Bremer Straße – sind für Radfahrer gefährlich. Flickschusterei an einzelnen Stellen reicht nicht; um das Rad tatsächlich als vollwertiges Verkehrsmittel zu etablieren müssen nach und nach an allen wichtigen Verbindungen sichere und zusammenhängende Radwege entstehen.

  13. Neugestaltung der B75 als östliche Ortsumgehung Dibbersen:

    Frage: Sind die Radfahrer-Interessen bei der Neugestaltung bis 2015 berücksichtigt worden?
    1. Die Dibberser nutzen gern als Radfahrer den Witrschaftsweg Richtung Dibberser Mühlenweg. Wie wird dieser interessante Radweg zwischen Buchholz-Dibbersen gestaltet werden? Ich wünsche mir dazu gern einen Plan auf http://www.buchholz-mobil.de , um Bürger-Ideen einzubringen.

    • Lieber Wolfgang Messow,
      in der Tat „basteln“ wir bereits an der Einbindung einer Umgebungskarte auf Basis von open street map.
      Zunächst allerdings, um die vielen Beiträge auf buchholz-mobil.de zusätzlich in einer Karte zu visualisieren.
      Ich greife Ihre Idee aber gerne auf und melde mich, wenn wir mit dem ersten Schritt weiter gekommen sind.

  14. 1. Radgerechte Ampelschaltungen
    Ampel an der Kreuzung K13/B75 vor Dibbersen. Die Grünphase für die K13 wird für Autofahrer durch eine Kontaktschleife angefordert. In den Niederlanden ist es üblich, solche Kontaktschleifen auch für Radwege zu konzipieren. Bei der Neugestaltung der B75 sollten solche Radwege-Kontaktschleifen konzipiert werden.
    1a) In der Übergangszeit sollte die Fußgänger-/Radfahrerampelphase zumindest gemeinsam mit der Autofahrer-Grünphase auf grün geschaltet werden. Bislang bekommen Radfahrer nur Grün, wenn sie anhalten und auf den Fußgängerknopf drücken.
    1b) Die Fußgänger/Radfahrer-Grünphase auf der B75 zur Querung der K13 sollte zumindest auch grün sein, wenn die Geradeausrichtung B75 Süd/Nord auf Grün ist. Bislang wird das Grün erst für die nächste Phase vorgemerkt.
    2. Das gleiche Spiel wiederholt sich auf den übrigen Kreuzungs-Ampeln an der B75 zum Nordring, zum Gewerbegebiet. Bitte auch dort die Radfahrer-Grünphase sofort mit der Geradeaus-Richtung der Autofahrer Süd/Nord auf der B75 schalten!

    3. Die Radfahrer von Dibbersen kommend auf der B75 zu Möbel-Kraft/Famila/Media-Markt sollten einen Radweg als Stichstraße zum Möbelkraft-Parkplatz erhalten. Bislang müssen Radfahrer einen Umweg über den Kreisverkehr zur Maurerstr. fahren, oder unfallträchtig den Nordring zur Einfahrt Möbel-Kraft/Familia queren.

  15. Ich sehe das Fahrrad auch als Komponente zur Erschliessung der letzten Meile. Die Distanz aus den Ortsteilen zur Buchholzer Innenstadt ist aber teilweise zu lang, insbesondere auch vom zeitlichen Aspekt und da hilft das eBike nur sehr bedingt, so dass ich es für sinnvoll hielte, wenn man nach Wegen suchen würde, wie man das Fahrrad nahtlos in den ÖPNV integrieren kann. Dazu wäre es sicherlich sinnvoll, wenn man langfristig die Möglichkeit schaffen könnte, Fahrräder auch im Stadtbus zu transportieren. Mit dem derzeitigen Wagenpark kann man sicher max. 1 oder 2 Räder pro Bus transportieren, aber vielleicht lässt sich da was verbessern.

  16. Redaktioneller Eintrag im Auftrag von Herbert Maliers (siehe auch http://buchholz-mobil.de/kfz-verkehr#comment-86 ):
    „Radverkehr
    Ein großer Teil des innerstädtischen Autoverkehrs könnte durch Radverkehr ersetzt werden, wenn das Rad fahren(!) in der fahrradfreundlichen Stadt (Abstellanlagen sind ja jetzt reichlich vorhanden) attraktiver wäre.
    Das heißt:
    Radwege sollten schnell zum Ziel führen (keine großen Umwege), sicher und bequem sein.
    Entsprechende Fahrradrouten müssen sicher, also ohne Konfliktpotential mit KFZ und Fußgängern sowie möglichst hubbelfrei (Untergrund, Straßenschäden, Bordsteinkanten, Absenkungen an Ausfahrten …) aus den Wohngebieten in die Innenstadt und zu den Schulen sowie zu den Freizeiteinrichtungen führen.

    Einige Beispiele:

    Ziel Schulzentrum Buenserweg:
    Der Straßenzug Radeland-Buenserweg sollte bis zum Buki zur Fahrradstraße werden.

    Ziel Schwimmbad/Sportzentrum:
    Aus der Südstadt wird der Rad-Weg zum Schwimmbad/Sportzentrum an den Kleingärten und der Bahn entlang bis zur Bendestorfer Straße/Eisenbahnbrücke verbreitert und ein Zebrastreifen über die Bendestorfer Straße geführt.

    Aus der Nordstadt bzw. vom Schulzentrum Buenser Weg müsste es zum Schwimmbad/Sportzentrum eine Bahnquerung für Fußgänger und Radfahrer
    in Höhe DLRG-Heim geben, wie hier schon an anderer Stelle vorgeschlagen wurde.
    Verbesserungswünsche für die Untergrundqualität der Radwege:
    Im Winter werden bei Schnee und Eis die Radwege zum Bahnhof und zu den Schulen als erstes geräumt bzw. abgestreut – wie auch die Buslinien mit ihren Haltestellen Priorität haben.
    Die Buchholzer Schotterpisten werden an einer Seite mit einer Radspur (ähnlich wie am Klecker Weg Richtung Neu Eckel bzw. am Van der Smissen Weg in Holm Seppensen Richtung Büsenbachtal) versehen. „

  17. Ich war diese Woche in meiner alten Heimat Wedel zu Besuch. Dort gibt es „wedelecs“, ein Verleihsystem von Elektrofahrrädern (ab 2,50 Euro/Std.). Das wäre sicher auch etwas für Buchholz, insbesondere die Ortschaften. Wie hier schon erwähnt wurde, geht es aus den Ortschaften in Richtung Innenstadt überwiegend bergauf, was viele (auch mich) wohl davon abhält, öfter mit dem Rad zu fahren.

  18. Ich schlage vor, mit einem Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse der Bremervörder Bahn den Ortsteil Suerhop besser an die Innenstadt anzubinden. Der Aufwand hierfür scheint mir sehr gering, da die Brücke über die Heidebahn noch intakt ist. Im Vergleich zur heutigen Situation ist die Wegeführung attraktiver und es können einige Höhenmeter gespart werden. Viele Suerhoper nehmen heute lieber das Auto, um sich den anstrengenden Anstieg an der Bremer Straße oder am Heidekamp zu sparen.

    • Dem kann ich mich nur anschließen.
      Die Wegeführung wäre wohl dann:
      Bahnhof-Rütgersstraße-Breslauer Straße-beim damaligen Vereinsheim in der Breslauer Str.-Umspannwerk der Bahn(zur Sicherheit kann ein Schutztunnel dort installiert werden)-Behelfsbrücke-Alte Schotteranlage_Grundstück-verfüllte Brücke-Neubau einer Holzbrücke über die Hauptbahnstrecke-
      Brumhagen(hier Anschluss an den Radweg nach Kakenstorf über Trelde auf dem Bahndamm).
      Mit dieser Wegeführung würden mehr Menschen profitieren.
      Nebenbei bedient man die Klientel der Bahn-Trassen-Wanderer.
      Schüler der Schule Kattenberge könnten dann zum Beispiel so fahren:
      Suerhop-Brumhagen-Schule Kattenberge;anstatt:Suerhop-Tunnel-Berg-Schule Kattenberge.
      Die Kosten:Tja,die drei Brücken+Wegeherstellung+Sicherheit und
      flankierende Maßnahmen(Sitzbänke;Radtafeln-Kilometer).
      Dieser Vorschlag würde eine neue Attraktivität bedeuten,mit der Umfahrung der beiden Berge in der Bremer Straße(bergab und bergauf…).

      • Diese Vorschläge kann ich nur unterstützen.
        Wie Herr Renken schon herausgestellt hat, würde mit der Umsetzung dieser Idee für viele Suerhoper/innen ein attraktives Angebot geschaffen, den Weg in die Innenstadt nicht mehr mit dem Auto, sondern mit dem Fahrrad oder auch zu Fuß zurückzulegen.
        Und auch den Hinweis von Herrn Thal kann ich nur unterstützen:
        1. Die stetig steigende Zahl der Kinder aus Suerhop, die täglich das Schulzentrum II am Kattenberge mit dem Rad aufzusuchen hat, muss derzeit entweder den mit erheblichen Gefahren behafteten Mühlentunnel passieren (ca. 3,5 km von Suerhop bis zur Schule) oder den unbeleuchteten und ohne Fuß- / Fahrradweg ausgestatteten Weg über Sprötze (ca. 5,0 km von Suerhop bis zur Schule) nehmen.
        Insofern wäre eine Bahnquerung für Fußgänger/innen und Fahrradfahrer/innen sehr hilfreich und auch wesentlich kürzer. Ob diese Querung nach Brumhagen oder evtl. direkt zum Schulzentrum II führen könnte, wäre zu untersuchen (jedenfalls hat es eine Bahnquerung direkt zum heutigen Schulzentrum II in früheren Zeiten bereits gegeben, vgl. die jüngst veröffentlichte Publikation „Keine Zeit zu trauern – Wie es in Buchholz 1945 weiterging“ von Götz von Rohr, Seite 253, re. Spalte).
        2. Eine solche Lösung käme im Übrigen nicht nur den Suerhoper/innen zugute. Vielmehr hätten damit auch viele Schüler/innen aus dem Buchholzer Stadtgebiet die Möglichkeit, das Schulzentrum II zu erreichen, ohne den Mühlentunnel und den beschwerlichen und nicht ungefährlichen Weg über die Bremer Straße passieren zu müssen.

  19. Vor einigen Jahren erhielten wir den 2. Preis für die Fahrrad tauglichste Stadt in Niedersachsen, in diesem Jahr den 1. Preis in Bezug auf Unterstellung. Da erstaunt es mich, dass unsere innerstädtischen Radwege immer wieder im Nichts bzw. auf Gehwege (z.B. Neue Straße,) oder ohne jeden ersichtlichen Grund in den starken Straßenverkehr münden (Schützenstr. Richtung Schelltankstelle). Eine unglücklich Lösung hat man für die Querung der Radler im Kreuzungsbereich Poststr. – Lindenstr. konzipiert (Zebrastreifen).

  20. Moin,

    ein Ausbau der jetzigen Fußgängerverbindung vom Stadtteich zur Straßenecke:
    Breslauer Straße/Stettiner Straße würde dem Radverkehr im Reiherstieg etwas helfen.
    Der dortige ,,Schleichweg“ wäre eine gute Alternative für die Fahrten:
    Suerhop-Reiherstieg(drumherum gibt es schon einen Radweg)-Bahnhof/Innenstadt

    Gruß

    Thal

  21. Wer täglich per Fahrrad quer durch Buchholz fährt, dem wird ebenso täglich an Einmündungen und Ausfahrten die Vorfahrt genommen – und dann wird man noch vorwurfsvoll angeglotzt. Kein Wunder, denn was hier als Radweg beschildert wird, ist i.d.R. nichts als ein umfunktionierter Fußweg. Dies spiegelt die Priorität, die der Fahrradnutzung hier eingeräumt wird, ebenso wieder, wie die zahlreichen, unbefahrbaren Strecken im Winter – die einen dann ins Auto zwingen. Außerorts findet man vernachlässigte Holperpisten, etwa zwischen Seppensen und Schierhorn. Ja, man kann in dieser Gegend Fahrrad fahren, aber attraktiv ist es wahrlich nicht. Der Straßendienst sollte auch die Radwege abfahren, um im Bilde zu sein – oder ist er das etwa?

  22. Großen Anteil an einer zukunftsfähigen Mobiltätsstrategie hat die sog. Nahmobilität. Besonders ein hoher Radverkehrsanteil (30% !) am Modal Split verspricht große Effekte gerade auch bei den erforderlichen CO2 –Einsparungen im Mobilitätsbereich. Ständig neue Massnahmen , die auf den weiteren Flächenverbrauch und Flächenzerschneidungen zielen (Verknappung der Erholungsräume) haben ihre sehr großen, nachteiligen Wirkungen. Buchholz hat daher sehr großen Nachholbedarf an Infrastrukturplanungen mit Vorrang für den sicheren Fahrradverkehr und das flächendeckend. Einige überdachte Fahrradeinstellplätze am Bahnhof reichen nicht (siehe gute Lösungen z.B. Lüneburg oder Buxtehude). Die Ausbaupläne für ein Radwegenetz liegen der Stadt Buchholz seit langem vor. Diese sollten vorrangig realisiert werden.

  23. Wenn man zur Schule fährt (Schulzentrum I) muss man andauernd auf Gehwegen, die voller Schulkinder sind fahren oder auf der Straße. Aber auf der Straße ist pures Chaos. Und wenn da mal jemand unter ein Auto kommt wundert mich das nicht. Denn als Fahrradfahrer hat man dort echt schlechte Chancen.
    Vielleicht wäre es dort mal angebracht einen Fahrradweg zu bauen. Sprich, von der Kreuzung am Altenheim (Radeland) bis zu La Fontana.
    Gruß

  24. Hallo,
    ich würde mich freuen, wenn es einen gut ausgebauten Rad / Schulweg „Am Langen Sal“ Richtung Bendestorfer Str. entlang der Bahn geben würde. Der bestehende ausgeschilderte Rad weg an der Kleingartensiedlung ist zu Radfahren nicht zu gebrauchen – hier können sind Radfahrer/ Fußgänger nicht begegnen. Außerdem ist der Weg ständig zugewachsen. Er taugt als ausgewiesener Radwanderweg nichts !!
    Sind wir nicht gerade ausgezeichnet worden ???
    Ralf Behrens-Grünhage

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