ÖPNV

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) hat sich in den vergangenen Jahren in Buchholz sehr positiv entwickelt. Der Stadtbus, der die Kernstadt und die Ortsteile verbindet, ist sicherlich eine Erfolgsgeschichte. Auch die Bahnanbindung, insbesondere an Hamburg, hat sich durch den Metronom deutlich verbessert. Wie aber kann das Angebot des ÖPNV noch weiter intensiviert und verbessert werden, um noch viel mehr Menschen zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel zu bewegen und damit die Straßen zu entlasten? Welche Defizite sehen Sie in Bezug auf die innerstädtische und überörtliche ÖPNV-Bedienung (Linien, Fahrpläne etc.)?

Bringen Sie Ihre Meinung ein, z.B. zu folgenden Aspekten:

  • Defizite im überörtlichen Schienenverkehrs- und Busangebot und Verbesserungsmöglichkeiten;
  • Defizite des innerstädtischen ÖPNV und Verbesserungsmöglichkeiten;
  • Übergänge zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln (z.B. von Bus auf Bahn oder Verknüpfung mit dem Radverkehr durch Fahrradstellplätze);
  • Fahrplangestaltung;
  • Tarifgestaltung;
  • sonstige Kritik, Anregungen und Ideen.

20 Gedanken zu „ÖPNV

  1. Der Buchholz-Bus schließt die Ortschaften Sprötze und Trelde nicht mit ein. Gerade aber in den abgelegeneren Gebieten sind viele Wohneinheiten mit 2. und 3. Kfz. ausgestattet. Natürlich kann mann von Trelde aus zum Sprötzer Bahnhof gehen, aber im Buchholzer Stadtkern ist alle paar hundert Meter eine Haltestelle.
    Dann fehlt einer Meinung nach eine Verknüpfung des AST Buchholz mit dem AST-Tostedt, besser noch der 2 Stadtbuslinien mit mindestens einer Schnittstelle.
    Vielleicht kann mit solchen Maßnahmen kann der eine oder andere Zweitwagen abgeschafft werden, ohne auf Mobilität verzichten zu müssen.

    Gruß
    Heinz

  2. Es wurde auf der buchholz-mobil Seite ja schon erwähnt, ich würde es aber gerne verstärken:

    Die Busanbindung an den Buchholzer Bahnhof ist suboptimal. Die beiden Buslinien aus Steinbeck (4102 und 4103) fahren von Norden aus direkt zum Treffpunkt, aber nicht zum Bahnhof. Heisst: Man muss 5-10 Min. zu Fuss gehen. Im Winter bei Schnee und Eis noch mehr. Wenn man dann noch berechnet, dass man von sich zu Hause aus zur Bushaltestelle gehen muss, plus die Fahrt, dann braucht man schnell 30 Min. zum Bahnhof. Und da fahren dann halte viele lieber mit dem Auto – mit der Folge, dass die Straßen und Parkplätze verstopft sind und die Umwelt unötig belastet wird.

    Wichtig wäre daher meines Erachtens, dass die Buslinien auf die vielen Pendler abgestimmt sind. Alle Busse sollten an der Lindenstr. oder bei Eisen Druse halten, so dass Pendler schnell am Bahnhof sind. Idealerweise würden sich die Ankunftzeiten der Busse auch an den Metronomzeiten orientieren, und nicht an der festen 15/45 Taktung Ankunft Treffpunkt. Wenn machbar, sollte auch die Taktzeit der Busse zu Stoßzeiten (morgens und abends) erhöht werden.

    Kurzum: Der Buchholz Bus ist prima, aber er ist leider nicht mit Fokus auf Pendler (die viel Straßenverkehr erzeugen) abgestimmt, so dass unnltig viele mit dem eigenen PKW fahren.

    Es wäre prima, wenn sich da etwas ändern würde.

    • Zu den Hauptverkehrszeiten (Schüler/Pendler) werden in der heutigen Zeit schon die Verstärker eingesetzt.

      Eine Taktung muss natürlich sein.
      Zur Minute 15 am Treffpunkt erreicht man mittels dem Bus 4102 ab Kabenhof kurz vor der Taktung (Abfahrt) mittels dem MEr die Anschlüsse.
      Am Abend können Verspätungen auftauchen.

      Die Linie 4101 und 4103 erreicht man oben auf der Canteleu-Brücke.

      Beide sind innerhalb von 5 Minuten zu erreichen (Eisendruse ist auch nicht kürzer).

      In der Lindenstraße fährt auch der Bus 4244 nach Harburg, dieser bedient auch ein paar Haltestellen im Buchholzer Stadtgebiet, als Alternative.
      Zweite Alternative ist der 4037, der auch einzelne Haltestellen anfährt.

      Natürlich wäre ein ZOB am Bahnhof ideal, aber ich sehe bei den jetzigen Politikern keine Realisierungschancen hierzu (Buchholz Bus und Regionalbusse).

      • Leider klappt es nur in der Theorie, dass man mit Umstieg am Treffpunkt zu Minute 15 noch den Metronom auf Minute 19 erreicht. De facto (vor allem im Winter) dauert der Umstieg am Treffpunkt nahezu 5 Minuten, so dass man den Metronom um mindestens 2 Minuten verpasst.

        Es bleibt meines Erachtens ein Fakt, dass die Bedürfnisse der Berufs-Pendler, die den Metronom erreichen wollen, durch die Buslinien 4102 und 4103 nicht ideal sind, so dass viele doch lieber das Auto nehmen.
        Hier wäre ein (leicht geänderter) Fahrplan m.E. sinnvoll.

        Vorschlag: Warum fahren 4102 und 4103 (von „Norden“ kommend) nicht z.B. erst über die Lindenstraße und dann zum Treffpunkt? Sie stehen dann zwar in anderer Richtung als jetzt am Treffpunkt, könnten dann aber auch gleich wieder zurückfahren, wo sie hergekommen sind (nach „Norden“). Die aus „Süden“ (Holm-Seppensen) kommenden Busse könnten den kleinen Umweg über die Breite Straße fahren und stünden dann auch so, dass sie direkt wieder zurückfahren könnten (nach „Süden“). Damit hätte man das Ziel erreicht, dass ALLE Linien aus „Norden“ kommend direkt an der Lindenstr. halten und damit den Bahnhof bedienen. Und alle Linien aus „Süden“ bedienen den Bahnhof über die Canteleu Brücke sowieso schon. Die Pendler müssten nicht mehr am Treffpunkt umsteigen.

        Wäre so etwas nicht relativ einfach machbar?

  3. Die nördliche Märchensiedlung ist schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln angebunden. Sehr viele Anwohner nutzen das Auto, um zum Bahnhof zu fahren und um den Zug nach Hamburg zur Arbeit zu nehmen. Einige Anwohner der Märchensiedlung fahren zum Bahnhof nach Buchholz, wo Sie wiederum die Innenstadt verkehrlich belasten. Die anderen fahren nach Klecken, wo Sie den Parkplatz fleißig füllen.
    Die Lösung des Problems wäre eine ortsnahe, leistungsfähige Busverbindung, idealerweise im 20-Minuten-Takt, zum Bahnhof „Buchholz“ und/oder „Klecken“, die auf die Züge von und nach Hamburg abgestimmt ist.
    An der Stelle sollte auch darüber nachgedacht werden, den Bahnhof „Klecken“ mit dem Bus anzufahren. Das hat den Vorteil, dass die Fahrkarte auf Grund des HVV-Gesamtbereichs weniger kostet, und dass der Bussverkehr die Buchholzer Innenstadt nicht belastet.

    • Das mit einer neuen Busverbindung,zum Beispiel:
      Bahnhof Buchholz-Buchholz,Bahnhofstraße-Buchholz,Am Radeland(wäre wohl dann eine neue Haltestelle)-Buchholz,Am Felde
      (auch eine neue)-Buchholz,Marthastraße-Buchholz,Am Stubben-
      Buchholz,Buenser Weg(neue Haltestelle,zwischen den Schulen)-
      Buchholz,Aladinweg(neue)-Buchholz,Goldeselweg(neue)-
      Buchholz,Zwergenweg(neue)-Vaensen-Vaenser Dorfstraße(Anbindung an die REEL)-Eckel,Vaenser Weg-und weiter zum Bahnhof Klecken über die übrigen Bushaltestellen der Linie 4244.
      Diese Idee fände ich schon gut,somit würde Vaensen eine kleinere bessere Verknüpfung haben.
      Alternativ Buchholz-Bus:
      Stadtbuslinie 4:Treffpunkt-Am Radeland-Am Felde-Marthastrasse-
      Erikastraße-Sportstätten(Fußgängerbrücke über die Bahn)-
      Ernastraße-Schaftrift-Buenser Weg-Aladinweg-Goldeselweg-Zwergenweg-Feenring(gute Möglichkeit zum wenden der Busse!)

      Natürlich würden ein paar Investitionen von nöten sein.

        • In die andere Richtung würde mir nur noch Sprötze einfallen.
          Sprich Linienweg der 4102 bis zur Kreuzung:,,Sprötzer Weg/Bremer Straße“,dort dann weiter auf dem Sprötzer Weg nach Sprötze,mit zusätzlichen Haltestellen(außer den Haltestellen des 4037 noch weitere hinzu,z.b.:Am Kronsberg,Neue Brückenstraße,
          Am Holzplatz,Am Gänsegrund,Edeka,Kiebitzweg und Bahnhof Sprötze).
          Natürlich müsste der 4037 dann auch verstärkt fahren(insbesondere Ausweitung der Zeiten:Mo.-Fr. bis 00.00 Uhr;Wochenende bis 1.00 Uhr)

          • Beim Ausbau der Busverbindung Buchholz/Sprötze sehe ich eine Gefahr für die Bahnpendler nach HH.
            Mit der Begründung „bestehender guter Busanschluss“ wird der Bahn-Haltepunkt Sprötze dicht gemacht. Die Pendler haben dann eine ca. 10 Min. längere Fahrzeit (30%).
            Der stündliche Anschluss des 4037 an den „großen“ Metronom in Buchholz ist denke ich genau die passende Lösung. Sprötze und Umgebung bekommt Anschluss an den ME ohne in Gefahr zu geraten, vom direkten Bahnverkehr abgeklemmt zu werden.
            Buchholz wäre sehr komfortabel halbstündlich zu erreichen.

          • Natürlich könnte ein andere Linienweg interessanter sein.
            Die 4 könnte bis zur Haltestelle:Gerade Straße
            (so gerade ist es dort nicht,bitte keine Bürostühle rollen lassen…),zusammen mit der Linie 4102 verkehren.
            Ab dort durch den Mühlentunnel(erst bei einem neuen möglich)-den Drosselweg entlang und über Suerhop nach Sprötze.
            Aber auf der anderen Seite(dort wo die Schulen sind).
            Dadurch würde diese Buslinie keine Gefahr für andere Buslinien sein,bzw. für den Bahnhof.

  4. Wir leben in der Märchensiedlung (Buenser Heide II) und würden den Buchholz-Bus gerne häufiger nutzen, doch leider ist die nächstgelegene Bushaltestelle fußläufig mindestens 10 Minuten entfernt. Daher würden wir uns über eine Bushaltestelle freuen, die von der Einhornstraße fußläufig unter 5 Minuten erreichbar wäre. Außerdem sollte die Bus-/Bahntaktung besser abgestimmt und die Bus-Fahrzeiten ausgedehnt werden. Aus unserer Sicht sollte der ZOB in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof platziert sein, um u. a. Pendlern eine geeignete Alternative zum Auto und im Winter zum Fahrrad zu bieten.

  5. Mal ein paar andere Gedanken:

    +++ Schienenpersonennahverkehr (SPNV) +++
    Im Hamburgischen HBF gäbe es eine Lösungsmöglichkeit für ein zusätzlichen Bahnsteig.
    Das Gleis ist momentan stillgelegt,eine Erweiterung für die MEr-Züge wäre wohl zu vertretbaren Kosten möglich.
    Das Gleis liegt zwischen:
    Gleis 14 und der dortigen Straße:Steintorwall.
    Der Umbau wäre in diesem Bereich eher möglich,ohne Einschränkungen von anderen Trassen.

    +++ Bahnhof Buchholz +++
    Die Südtangente ist keine Lösung!
    Denn ein neuer Gefahrpunkt wäre für die Fahrgäste in Richtung Innenstadt,der dann wiederbelebte Autoverkehr.
    In Kombination mit einer Sperre gegen den PKW-Verkehr wäre es denkbar.
    Aber auch ohne Südtangente würde ein dortiger ZOB schon lohnenswert sein.
    Denn die Busfahrer haben einen besseren Überblick zu den Zügen/Busse.
    Ich habe diesbezüglich doch auch eine PDF-Datei wohl geschickt?
    An der Tigerbrücke fehlen auch sogenannte ,,zweite-Fahrstühle“.
    Diese könnte man wohl mit vertretbaren Kosten,nachinstallieren.
    Positiver Nebenaspekt:
    Eingeschrängte Fahrgäste(dazu gehören nicht nur die ,,Klassiker“)würden in ihrer Flexibilität ein Plus gewinnen
    (ich hatte mal eine Modellbahnkiste transportiert mit einem Bollerwagen,der Umweg über die neue Brücke war leider nicht zu vermeiden…).

    +++ Verknüpfung Bus / schiene +++
    Teilweise habe ich auch unter der Kategorie Buchholz die Problematik zugeschlagen(Verknüpfung,neuer ZOB).

    Zur Buslinie 4037:
    Die Auslastung ist nicht überraschend!
    Mo-Fr:Letzter Bus vor 20.00 Uhr…
    Samstag:Bitte keine auswärtigen Termine machen,sonst droht der Fahrplan nur mit zwei Verbindungen(Hin+Zurück).
    Sonntag:Endlich einmal Ruhe…
    Dies war wohl Satire?
    Jeder vernünftige Mensch würde doch dann mit einem PKW vorlieb nehmen.
    Besser wäre es,die von ihnen vorgeschlagene Verknüpfung nach Buxtehude und eine massive Taktverdichtung an allen Tagen auch spät abends.
    Denn Angebot erzeugt Nachfrage/Interesse an einem Umstieg,vorher nicht.

    Zu Dibbersen:
    Ich hatte einmal im Wochenblatt gelesen gehabt und diesbezüglich nur als Suchwort unter http://www.buchholz.de folgendes eingegeben:
    ,,4244″.
    Laut einer Untersuchung steigt in Dibbersen keiner aus…,aber sprichwörtlich wurde bei der letzten Verbindung der Abschnitt:
    ,,Dibbersen-Buchholz“ vergessen.
    Logisch.
    Buchholz ist zu klein.
    Um endlich einen Nachtverkehr zu realisieren,wäre die Linie 4244 ideal!
    Ein Bus im Zwei-Stunden-Takt,zwischen Harburg und Buchholz reicht aus.
    An Mo-So wäre es sehr sinnvoll.
    So viele zusätzliche Fahrten wären es auch nicht,wenn die erste fahrt um 22.00 Uhr beginnt und die letzte Fahrt dann um 4/5.00 Uhr endet.
    Drei Fahrtenpaare innerhalb von 6 Stunden mal 7 Tage…

    +++ AST +++
    Verbesserunswürdig.
    Tarifliche Integration,wie Landkreis Stade,in den HVV.
    Mehr räumliche Flexibilität(Buchholz-Hanstedt um 2.00 Uhr,Buchholz-Hollenstedt um 2.00 Uhr;etc.).
    Ggf. nur auf den Tages-Bus-Linien(auch Schülerverkehre).

  6. Ich habe versucht, einige Gedanken zum ÖPNV in und um Buchholz verständlich darzustellen, die ich hiermit zur Diskussion stellen möchte.

    +++ Schienenpersonennahverkehr (SPNV) +++

    Das Rückgrat für den ÖPNV der Pendlerstadt Buchholz bildet der Schienenpersonannahverkehr, der in Richtung Hamburg und Bremen mit Zügen der metronom Eisenbahngesellschaft durchgeführt wird. Als Zuggatungen kommen ME-Züge (halten nur an den wichtigsten Stationen) und MEr-Züge (halten auf allen Unterwegsbahnhöfen) zum Einsatz.

    Daneben wird die Strecke Buchholz – Soltau – Hannover (sog. „Heidebahn“) von den Zügen der erixx GmbH bedient.

    Die größte Herausforderung für den SPNV ist die Anpassung der Kapazitäten an die explosionsartig gestiegene Nachfrag in den Hauptverkehrszeiten. Vor allem Engpässe bei der Eisenbahninfrastruktur lassen zusätzliche Züge während der Hauptverkehrszeiten in/aus Richtung Hamburg nicht zu. Es fehlen Bahnsteiggleise in Hamburg Hbf und ein Überwerfungsbauwerk in Hamburg-Wilhelmsburg, wo die aus dem Hafen kommenden Güterzüge mit dem Ziel Norden (Lübeck) und Osten (Büchen – Berlin), die Personenzuggleise überqueren und damit den flüssigen Betrieb auf den Personenzuggleisen der Strecke Hamburg Hbf – Hamburg-Harburg behindern.

    Kurzfristig können die Kapazitätsengpässe in den metronom regional-Zügen gelindert werden, wenn diese von fünf auf sechs Wagen verlängert werden. Eine Verlängerung der ME-Züge des Grundtaktes von sieben auf acht Wagen ist nur nach Ausrüstung des Hamburger Hauptbahnhofs mit zusätzlichen Zugdeckungssignalen oder nach dem Bau eines zusätzlichen Bahnsteiges an Gleis 9 oder 10 möglich. Beide Infastrukturmaßnahmen müssen umgehend angeschoben werden.

    Einige ME-Züge (Buchholz ab mo-fr 7:09, 7:45 Uhr) verkehren als Verstärkerzüge mit einem 5-Wagen-Park. Es ist zu prüfen, ob diese Züge auf sieben Wagen aufgestockt werden können.

    Kurzfristig ist zu hoffen, dass die metronom Eisenbahngesellschaft ihr im Dezember 2010 abgestelltes Stammplatzreservierungssystem wieder reaktiviert.

    Zur Entlastung des Abschnittes Buchholz – Hamburg-Harburg ist außerdem zu prüfen, ob die erixx-Züge bis Hamburg-Harburg durchgebunden werden können. Eine Durchbindung bis Hamburg Hbf scheint aufgrund der oben beschriebenen Infrastrukturengpässe derzeit illusionär.

    Eine immer wieder bemängelte Angebotslücke betrifft den Nachtverkehr in den Nächten Freitag auf Sonnabend und Sonnabend auf Sonntag. Es fehlt eine Zugverbindung, die Hamburg Hbf gegen 2:38 Uhr in Richtung Buchholz verlässt. Für Fahrgäste aus dem nördlichen Hamburger Umland sind derartige Nachtverbindungen seit vielen Jahren eine Selbstverständlichkeit.

    Personennahverkehr auf der Strecke Buchholz – Jesteburg – Hamburg-Harburg lehnt die zuständige Landesnahverkehrsgesellschaft kategorisch ab.

    +++ Bahnhof Buchholz +++

    Im Rahmen der Sanierung des Bahnhofes wurde der Bahnsteig an Gleis 7 (Hauptgleis in Richtung Bremen) leider aufgegeben. Nach dem Vorbild von Lüneburg oder Stade könnte an Gleis 7 ein Kombibahnsteig entstehen: auf der einen Seite die aus Richtung Hamburg ankommenden Züge und auf der anderen Seite Abfahrt der Regional- und Stadtbuslinien, die über die geplante Südtangente direkt an den Bahnhof geführt werden. Der neue/alte Bahnsteig hätte außerdem betriebliche Vorteile wie bessere Dispositionsmöglichkeiten des Fahrdienstleiters bei Unregelmäßigkeiten und (geringfügige) Fahrzeitersparnis durch schnelleres Ein- und Ausfahren der Züge im Gegensatz zum heute vorwiegend genutzten Gleis 6 (Einfahrt der Züge mit 120 statt 60 km/h, Ausfahrt mit 150 statt 100 km/h).

    Um eine bessere Flexibilität bei Umleitungen zu erreichen, ist die Wiedererrichtung des Bahnsteiges an Gleis 11 mit einer Länge von acht Reisezugwagen (derzeitige Nutzlänge nur 140 m) erforderlich. Dann könnten alle metronom-Züge im Falle einer Umleitung via Jesteburg gefahrlos an Gleis 11 halten.

    Angeregt werden soll auch das Anbringen von Fahrradschienen an den Treppen zu den Gleisen 1 und 3/6. Der Austausch defekter Leuchtmittel ist für das zuständige Bahnhofsmanagement Bremen leider immer wieder eine enorme Herausforderung.

    +++ Heidebahn +++

    Wenn der Abschnitt Soltau – Walsrode der Heidebahnstrecke saniert ist, will die Landesnahverkehrsgesellschaft das Betriebskonzept der Heidebahn verändern. Sie strebt an, u.a. den Haltepunkt Suerhop zu schließen. Außerdem sollen die erixx-Züge nicht mehr Anschluss von/an die schnellen ME-Zügen, sondern nur noch zeitlich sehr knappe und damit unzuverlässige Anschlüsse an/von den metronom regional-Zügen haben. Das würde zu weniger attraktiven Zeitlagen und unzuverlässigen Verbindungen führen und ist deshalb abzulehnen.

    Der 2-Stunden-Takt an Sonnabenden (mit einzelnen Verdichtern) und an Sonntagen ist unattraktiv und muss durch einen Stundentakt mit zuverlässigen Anschlüssen an die schnellen ME-Züge ersetzt werden. Sollten die Fahrgatzahlen in den Hauptverkehrszeiten steigen, ist die Verdichtung des jetzigen Stundentaktes in der abendlichen Hauptverkehrszeit oder eine Dreifachtraktion zu prüfen. Außerdem ist die Verlängerung der Züge ab/bis Hamburg-Harburg anzustreben.

    +++ Verknüpfung Bus / schiene +++

    Die Verknüpfung der Buslinien mit dem Schienenpersonennahverkehr leidet in Buchholz an der unübersichtlichen Haltestellensituation. Die Stadtbusse, deren Fahrplankonzept sehr ausgereift ist, sind untereinander an der Haltestelle „Treffpunkt“ verknüpft. Die Regionalbuslinien beginnen oder enden entweder am ZOB oder auf dem Bahnhofsvorplatz. Es fehlt ein Umsteigepunkt, an dem alle Linien zusammen geführt werden. Dieser zentrale Umsteigepunkt könnte nach Realisierung der Südtangente direkt gegenüber dem Gleis 7 des Buchholzer Bahnhofs entstehen. Nach Errichtung eines Kombibahnsteigs (eine Seite ankommende Züge, andere Seite abfahrende Busse) wären Züge und Busse optimal miteinander verknüpft.

    Aufgrund aktueller Fahrplanänderungen darf nicht unerwähnt bleiben, dass die optimale Abstimmung der Regionalbusfahrpläne auf den metronom-Fahrplan Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen ÖPNV ist. Leider hat die Landkeisverwaltung den Fahrplan der Linie 4207 zum 3. September 2012 in dieser Hinsicht verschlechtert. Mittelfristig ist für die Relation Buchholz – Reindorf – Jesteburg ein verlässlicher Stundentakt anzustreben.

    Ein besonderes Problem ist die Anschlusssicherung von den Zügen zu den Regionalbuslinien im Falle von Zugverspätungen. Bisher gibt es kein funktionierendes Verfahren oder technische Instrumente, welche die Reisekette für Fahrgäste sichern könnten. Die Bemühungen des Landkreises blieben bisher leider erfolglos. Die Busse der KVG fahren in der Regel zur planmäßigen Abfahrtszeit (manchmal auch wenige Minuten früher) ab statt auf Anschlussfahrgäste aus den Zügen zu warten. Besonders betroffen sind die Linien 4408 und 4207 in Richtung Reindorf – Jesteburg.

    Die Auslastung der Linie 4037 Buchholz – Hollenstedt ist nicht zufriedenstellend. Dafür ist eine Ursachenanalyse erforderlich. Zu prüfen ist insbesondere, ob diese Linie in Hollenstedt mit der Buslinie Hollenstedt – Buxtehude zu einer Linie Buchholz – Hollenstedt – Buxtehude verknüpft und damit aufgewertet werden kann.

    Da Dibbersen und Holm vom Stadtbusverkehr nicht bedient werden, muss geprüft werden, wie die Anbindung dieser beiden Buchholzer Ortsteile mit vertretbarem Aufwand verbessert werden kann. Dibbersen ist durch die Regionalbuslinie 4244 an Buchholz und Harburg angebunden. Sofern es Angebotslücken – etwa in den späten Abendstunden – gibt und die Nutzung des AST nicht zumutbar erscheint, müssen die Angebotslücken identifiziert und behoben werden.

    +++ Tarif und Vertrieb +++

    Im Bereich Buchholz gelten verschiedene Tarife. Es kommen der DB-Tarif, der metronom-Tarif (ab Juni 2013 abgelöst durch den Niedersachsen-Tarif) und der HVV-Tarif zur Anwendung. (Für Fahrgäste aus dem Bereich Seevetal und Rosengarten gilt zusätzlich auch noch der Schleswig-Holstein-Tarif.) Diese Tarifvielfalt stellt Fahrgäste, die Verkehrsunternehmen und die Programmierer von Fahrkartenautomaten vor unlösbare Probleme.

    Die überwiegende Zahl der ÖPNV-Fahrten findet innerhalb des HVV-Tarifgebietes statt. Buchholz liegt im HVV-Tarifring D. Damit sind Fahrten nach Hamburg im Vergleich zu Lauenburg, Elmshorn, Kaltenkirchen oder Bargteheide (alle im HVV-Tarifring C) unverhältnismäßig teuer. Dies war bei der Einführung des HVV-Tarifs im Kreisgebiet so gewollt, um eine hohe Tarifergiebigkeit zu erzielen. Anders wäre u.a. die günstige Zuordnung von Klecken, Neu Wulmstorf und Ashausen zum HVV-Tarifring B kaum zu finanzieren gewesen.

    Die Kehrseite der Medaille ist, dass die P&R-Parkplätze an den Stationen im HVV-Tarifring B überlastet sind, während es in Buchholz noch freie Parkhaus-Kapazitäten gibt.

    Positiv anzumerken ist, dass es in Buchholz drei HVV-Servicestellen (DB-Reisezentrum, metronom-Servicecenter, Servicestelle des BuchholzBus) gibt. Fernfahrkarten gibt es außer im DB-Reisezentrum an Automaten in Buchholz, Suerhop und Holm-Seppensen. In Sprötze können nur HVV-Tickets und Nahverkehrsfahrkarten zu ausgewählten Zielen erworben werden.

    +++ AST +++

    Ein unverzichtbares Element für den Buchholzer ÖPNV ist das Anruf-Sammel-Taxi (AST). Es fährt überall dort, wo der Stadtbus aus wirtschaftlichen Gründen nicht hinfährt. Außerdem stellt es die Mobilität in den Abendstunden und am Wochenende mit überschaubarem Aufwand sicher. Eine zeitliche und räumliche Ausweitung der Stadtbuslinien wäre kaum finanzierbar. Das AST wird im Rahmen der demografischen Entwicklung noch an Bedeutung gewinnen. In diesem Zusammenhang sollte das AST-Konzept weiterentwickelt werden, etwa durch die Möglichkeit der Mitnahme von Rollatoren und durch den Einsatz von Fahrzeugen, in die ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger besonders leicht ein- und aussteigen können.

    Da bereits zum Dezember 2010 der Abendfahrplan der metronom-Züge geändert wurde, ist eine Anpassung der AST-Abfahrtzeiten in den späten Abendstunden überfällig. Die letzten AST-Fahrten müssen mit den Ankunftszeiten der Züge aus Richtung Hamburg harmonisiert werden. Folgende AST-Abfahrtszeiten sind ab Bf Buchholz geboten: 23:15 Uhr statt 22:45 Uhr (Zugankunft 23:04 Uhr), 0:15 Uhr statt 23:45 Uhr (Zugankunft 0:04 Uhr) und 1:15 statt 0:45 Uhr (Zugankunft 1:04 Uhr).

    Regelmäßige Informationen zum ÖPNV in unserer Region gibt es unter http://www.fahrgastbeirat.org

  7. Eine weitere Idee war mir heute wieder eingefallen.
    Wünschenswert wäre nach meiner Meinung ein neuer Bahnhaltepunkt nur für den MEr im Buchholzer Stadtgebiet.
    Dieser sollte an der Bendestorfer Straße liegen.
    Bei dieser neuen Haltestelle wäre das positive,dass das Buchholzer Sportgelände besser an den Nahverkehr angebunden wird.
    Die dortigen Anwohner im Umkreis von bis zu 1000 Metern(einschließlich der Märchensiedlung) und der dortigen Schulen am Buenser Weg hätten eine sehr gute Erreichbarkeit per SPNV.

  8. Moin,

    es fehlt auf der Buslinie nach Hollenstedt(4037) eine neue Bus-Haltestelle,nähmlich:
    Sprötze,Neue Brückenstraße.
    Dadurch würden die Neubaugebiete besser angeknüpft werden.

    Gruß

    Thal

  9. Ich möchte drei Vorschläge unterbreiten.
    Zum ersten sollte der BuBus den Bahnhof anfahren, insbesondere morgens stadteinwärts und nachmittags stadtauswärts. Die notwendigen ca. 3 Minuten für die Schleife von der Canteleubrücke zum Bhf. könnte die Linie 1 erreichen, indem morgens stadtauswärts die Schleife Reiherstieg ausgelassen wird. Auch die Linie 3 könnte hier eingebunden werden. Nachteil: der einheitliche Fahrplan müsste aufgegeben werden. Der große Vorteil für unzählige Pendler wird dies sicher mehr als wettmachen.
    Zum zweiten ist auch in Buchholz die HVV-Stadtkarte als Fahrkarte einzuführen. Im doppelt so großen Lüneburg fahren die Einwohner deutlich günstiger in die Stadt als in Buchholz. Dasselbe gilt für Stade. Kosten: statt 1,85 kostet die Stadtkarte 1,30.
    Zum dritten ist der HVV-Tarif für Buchholz viel zu teuer geraten. Wenn man sich den HVV-Gesamtnetzplan ansieht, dann gibt es in Niedersachsen nahezu keinen C-Rint. In S-H hingegen ist der C-Ring sehr groß. Sogar aus Lauenburg fährt man günstiger nach HH als von Buchholz. Da wurde von seiten des Landes auf Kosten der Pendler gespart. Insofern sollte Buchholz in den C-Ring wandern. Dies ist natürlich auch die Erklärung, warum der Parkplatz in Klecken immer voll ist. Dort fährt man für weniger als die Hälfte nach HH.

  10. Es wäre mit Sicherheit ein Gewinn für Buchholz, wenn man die Stadt an den Großbereich HVV anbinden würde. Die Verkehrsentlastung durch das Wegfallen vieler Hamburg bzw. Haburg-Pendler wäre enorm.

    Niemand steht gerne im Stau, allerdings kommt man leider immer noch mit dem Auto wesentlich günstiger nach Hamburg als mit der Bahn.

    Und bitte nicht mit Preiskalkulationen der Bahn argumentieren, die Bahnpreise mit den Preisen für Anschaffung/Wartung und Verschleis eines PKW in Relation setzen.

    Wie wäre es denn mit einer Online-Befragung zu diesem Thema, damit man abschätzen könnte, wie sich durch solch eine Maßnahme das Verkehrsaufkommen redzieren würde.

    Interessant wären auch die Zahlen an Pendlern aus umliegenden Dörfern, die Buchhlolz nur durchqueren.

  11. Der ÖPNV hat mit dem Buchholz- Bus eine gute Ausgangsposition für Verbesserungen und Attraktivitätssteigerungen. Die Anbindung an den Bahnhof und eine Taktabstimmung mit den Zügen von und nach Hamburg sind unbedingt zu verbessern. Dazu ist auch die Realisierung der sog. Südtangente erforderlich. Damit ließen sich über Außenbahnsteige direkte Übergänge BUS / Bahn herstellen. Der Buchholz – Bus muß sein Netz in die Nachbargemeinden ausdehnen, um dort die Buchholz- Fahrgäste verstärkt auf den ÖPNV zu bringen. Ein Pendelbus Innenstadt – Gewerbegebiet (OBI –Kraft) könnte man sich vorstellen, weil viele Autofahrten unternommen werden, um Parkproblemen in der Innenstadt auszuweichen oder um Preisvergleiche Innenstadt / Gewerbegebiet anzustellen.
    Der Heideexpress sollte von Soltau kommend über Jesteburg – Ramelsloh weiter bis Hamburg- Harburg geführt werden (dort Gleis 5 oder 6 ). Ein Übergang zur S-Bahn direkt ohne Treppensteigen wäre herzustellen. Das Argument, dass die Strecke über Jesteburg für Güterzüge nach Hamburg vorgesehen sei, ist insofern nicht zutreffend, weil inzwischen die Bahnstrecke über Hittfeld ebenfalls verstärkt von Güterzügen befahren wird.

    • Moin,

      von der Südtangente halte ich wenig,da dann die Durchlassfähigkeit der Straße/des PKWs an Attraktivität gewinnt.
      Dies sollte vermieden werden.
      Eine Verlegung des Buchholz ZOB zum Bahnhof wäre auch aus meiner Sicht wünschenswert.
      Der Stadtbus könnte seinen Treffpunkt komplett zum ZOB verlegen,trotzdem könnte man mindestens eine Buslinie des Stadtbusses über den alten Standort laufen lassen.
      Beispiel:
      Canteleu-Brücke(Linie 4101 und 4103)-Ehemaliger Standort ZOB
      –>Neu als Buchholz,Famila(nur als Bushaltestelle;Linie 4101 und
      4102(kommt vom ,,alten Standort:Treffpunkt“hier kann die Buslinie 4244 auch vorüber fahren!) sowie 4103)-Buchholz,Kabenhof-Buchholz ZOB(Dort Anschlüsse auf andere Buslinien und Bahnlinien).
      Durch die ,,Neue Straße“ würde man dann die Linie 4101 und 4103 leiten.
      Dadurch gebe es kaum Probleme mit diesem Standort.

      Die Heidebahn-Verlängerung wurde ein paar mal im Nordheide-Wochenblatt erwähnt,aber solange sich kein ,,Runder Tisch“
      aus Politikern/Bürgermeistern/Bürgern sich bildet,solange wird das Thema lieblos weiter verfolgt.
      Hier wäre es auch einmal interessant,ein Projekt mit der Haltestellenfinanzierung(Aufbau) und der Infrastrukturfinanzierung(Zwei Weichen in Maschen)
      zu kreieren.
      Beispiel:Förderverein sammelt für ein Gutachten/für die Bahnsteige/Weichen
      Dadurch würde es der LNVG etwas schmackhaft gemacht werden können,um die Züge zu bestellen.
      Mein Wunsch für die Verlängerung der zu bedienenden Haltestellen sind:Buchholz(Nordheide)[Gleis 11 oder ein weiterer Bahnsteig um Zugkreuzungen zwischen Erix und Erix zu ermöglichen)-
      Reindorf-Osterberg-Jesteburg-Ramelsloh-Maschen Süd
      (K 86;Zentrallager in der Nähe!)-Maschen(erreichbar durch zwei neue Weichen)-Meckelfeld-Harburg.

      Gruß

      Thal

  12. Der Buchholz-Bus ist eine tolle Sache für Jung und Alt. Zu Begrüßen ist auch, dass größere Busse zum Einsatz kommen. Bei der Gestaltung der Straßen, die der Bus benutzt, sollten dies entsprechend berücksichtigt werden. Dazu gehört es auch, dass unsinnige Hürden wie Pfähle, Einengungen und Verkehrsinseln nicht geplant, sondern entfernt werden.

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